Staatsschulden Österreich
.332
EUR
.768
Tausend
.426
Millionen
425
Milliarden

Die Verschuldung der Republik Österreich beträgt per 04.05.2026 12:35 insgesamt* EUR 425.426.768.332

Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung je Staatsbürger von EUR 57.478

bzw. aufgeteilt auf alle Erwerbstätigen, je Erwerbstätigen EUR 95.841

Dieser Kredit kostet den Staat jährlich Zinsen von EUR 8.581.981.476

bzw. je Bürger (je Erwerbstätigen) jährlich EUR 1.159 (1.933)

Staatsschulden Ticker

+++ Überblick Doppelbudget 2027/28: Die Dreier-Koalition hat die Eckpunkte des Budgets für die kommenden beiden Jahre präsentiert, das Budgetdefizit soll bis 2028 auf 3% reduziert werden, größte Position ist die Senkung der Lohnnebenkosten (Flaf-Beitrag) um 1% (von 3,7% auf 2,7%) für Unternehmen, worauf etwa die Hälfte des Volumens von 5,1 Milliarden entfallen wird. Die andere Hälfte sind im Wesentlichen Steuererhöhungen und Leistungskürzungen, um das Budget zu konsolidieren und die Flaf-Senkung zu finanzieren:

Pensionen sollen um 0,25% unter der Inflation erhöht werden, Arbeitslosenversicherungsbeitrag wird für Niedrigverdiener/Teilzeit wieder eingeführt, keine Inflationsanpassung für Familien/Sozialleistungen, SV-Höchstbemessungsgrundlage für Besserverdiener soll um 200 Euro angehoben werden, Flaf-Beitrag für über 60 Jährige, Wartefrist von mehreren Jahren bei der Sozialhilfe, Anpassungen bei nicht notwendigen Kuren, Körperschaftssteuer wird ab einer Million Gewinn um 1% von 23% auf 24% erhöht (progressive KÖSt), Bankenabgabe verlängert, Immoertragsteuer wird für Grundstücke im Altbestand erhöht, Home-Office-Pauschale fällt, Wiedereinführung Agrardiesel-Rückvergütung, Sozialpaket (zweites verpflichtendes Kindergartenjahr), Einsparungen in Ministerien/Verwaltung (600 Millionen).

Der Fiskalrat sieht einen deutlich höheren Konsolidierungsaufwand von 4,4 Milliarden für das Jahr 2027, um das Defizit auf die geplanten 3,5% zu senken. Das Sparpaket wird daher wohl nicht das letzte gewesen sein. Budgetdefizit und Staatsschulden im Auge behalten. 

+++ Das Budgetdefizit 2025 betrug 21,5 Milliarden Euro oder 4,2% des BIP (PDF): Österreich hat 2025 etwas besser abgeschnitten als noch vor Kurzem prognostiziert. Statt 4,5% des BIP beträgt das gesamtstaatliche Defizit 4,2%. Der Bund schnitt etwas besser ab als erwartet, dafür stieg das Defizit bei den Ländern. Die Schuldenstand betrug laut vorläufigem Abschluss Ende 2025 418,1 Milliarden Euro und steigt damit auf 81,5% des BIP.

+++ Staatsquote 2025 auf 55,3% gestiegen: Die Abgabenquote (Steuern und Abgaben) betrug letztes Jahr 44,3%. Neue Statistik zur Staats- und Abgabenquote auf staatsschulden.at. Die Staatsquote gibt das Verhältnis aller Staatsausgaben zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) an und umfasst auch Sozial-, Krankenversicherungs- und Pensionsausgaben. Intuitiv misst die Staatsquote daher, wie viel Geld einer Volkswirtschaft durch den Staat fließt und gibt damit auch einen Grad der Umverteilung an. Eine hohe Staatsquote bedeutet, dass der Staat nicht nur unbedingt viel ausgibt, sondern auch umverteilt. Steigende Staatsschulden erhöhen ebenfalls die Staatsquote, während dieser Effekt in die Abgabenquote nicht einfließt. Der Staat kann durch Verschuldung mehr ausgeben als einnehmen. Staats- und Abgabenquote im Auge behalten.

+++ Angepasster Warenkorb für die Inflationsberechnung VPI 2026 [PDF]: Die Gewichtungen des Warenkorbs für die Inflationsberechnung (Verbraucherpreisindex) werden alle fünf Jahre von der Statistik Austria angepasst, um dem veränderten Konsumverhalten Rechnung zu tragen.

Wenn ein Produkt oder eine Dienstleistung zum Beispiel erheblich teurer wird und in Folge weniger konsumiert wird, fließt diese Teuerung dann geringer in die Inflationsberechnung ein.

Die Unterschiede zu 2021 fallen in der Praxis aber nicht so stark ins Gewicht, wie man das vermuten würde. Verglichen mit 2021 wurde das Gewicht für Wohnen und Energie um 2,2% von 18,7% auf 20,9% erhöht, Lebensmittel um 0,5% auf 11,8%, während das Gewicht für die Gastronomie um circa 1% auf 11,4% sank. Die drittgrößte Gewichtsänderung betrifft Information und Kommunikation, dessen Anteil ebenfalls um circa 1% reduziert wurde.

Die individuelle, gefühlte Inflation kann sich von der VPI-Kennzahl jedoch deutlich unterscheiden, je nachdem, wie stark man von den einzelnen Bereichen persönlich betroffen ist. Inflation und Staatsschulden im Auge behalten.

+++ Warum die EU im Bereich Künstliche Intelligenz zurückfällt und KI-Startups die EU verlassen: Der österreichische Software-Entwickler und Gründer von OpenClaw, Peter Steinberger, nimmt nach seinem ZIB2-Interview auf X Stellung, warum er bzw. so viele europäische KI und IT-Startups in die USA gehen. Überregulierung und das Mindset sind das Problem. In der EU sehe man eher die Probleme und Risiken von neuen Entwicklungen, während man in den USA enthusiastischer und offener für Innovation sei. In der EU fehlt es an strategischem Handeln, erfolgreiche Startups wie OpenClaw in der EU zu halten.

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Schuldenstände der letzten Jahre

ESVG 2010
JahrStaatsschulden 4. Quartal% BIP
2025EUR418.078.000.00081,5%
2024EUR395.051.000.00080,0%
2023EUR371.621.000.00077,8%
2022EUR351.144.000.00078,1%
2021EUR334.731.000.00082,4%
2020EUR316.360.000.00083,2%
2019EUR280.975.000.00071,0%
2018EUR285.840.000.00074,6%
2017EUR290.373.000.00079,1%
2016EUR296.693.000.00083,4%
2015EUR292.874.000.00085,6%
2014EUR281.289.000.00085,2%
2013EUR264.761.000.00082,4%
2012EUR262.565.000.00082,9%
2011EUR256.876.000.00083,4%
2010EUR245.985.000.00083,7%
2009EUR231.173.000.00080,8%
2008EUR202.915.000.00069,5%
2007EUR185.730.000.00065,8%
2006EUR181.304.000.00068,2%
2005EUR175.204.000.00069,4%
2004EUR158.546.000.00065,9%
2003EUR153.107.000.00066,4%
2002EUR151.800.000.00067,4%
2001EUR147.503.000.00067,2%
2000EUR141.543.000.00066,6%
1995EUR120.650.000.00068,6%
1990EUR76.518.000.00056,2%
1980EUR27.002.000.00035,3%
1970**EUR3.421.000.00012,5%
** Finanzschuld des Bundes 1970

Hinweis: Nachträgliche Änderung der Zahlen aufgrund von Korrekturen oder methodischer Neuberechnung der Staatsschulden und des BIP möglich. Es handelt sich hierbei um eine Momentaufnahme der offiziell veröffentlichten Daten. Zum Vergleich nach ESVG 1995.

Quelle

Österreichische Nationalbank
* Prognose der minimalen Gesamtverschuldung (Bund, Länder, Gemeinden, Versicherungsträger) basierend auf den gemäß Maastricht gemeldeten Kennzahlen. Ausgelagerte Schulden (ÖBB, ASFINAG, BIG, HETA/KA Finanz etc.) aber exklusive Haftungen (Landeshaftungen, Rettungsschirme, ESM etc.) sollten laut ESVG 2010 großteils berücksichtigt sein. Stand: März 2026

Impressum

Medieninhaber: DI Viktor Krammer 1070 Wien
Grundlegende Richtung: Information über die Budgetpolitik der Republik Österreich

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