Staatsschulden Österreich
.445
EUR
.202
Tausend
.552
Millionen
290
Milliarden

Die Verschuldung der Republik Österreich beträgt per 08.07.2020 9:13 insgesamt* EUR 290.552.202.445

Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung je Staatsbürger von EUR 39.155

bzw. aufgeteilt auf alle Erwerbstätigen, je Erwerbstätigen EUR 66.866

Dieser Kredit kostet den Staat jährlich Zinsen von EUR 5.371.743.641

bzw. je Bürger (je Erwerbstätigen) jährlich EUR 724 (1.236)

CORONAVIRUS-SHUTDOWN

+++ [Faktencheck] Notenbanken weltweit schaffen so viel Geld wie nie zuvor. Wo bleibt die Inflation?

András Szigetvari schreibt in einem Standard-Artikel: "Seit der Finanzkrise haben Zentralbanken die Geldmenge zwar ausgeweitet, während die gesamte Geldmenge jedoch kaum angestiegen ist."

Fakt ist, die Euro-Geldmenge M3 ist analog zu Österreichs Staatsschulden seit der Finanzkrise um ungefähr 50% gestiegen.

Was allerdings auch stimmt, ist, dass der Anstieg von Verbraucherpreisen tatsächlich schwächer ausgefallen ist als jener von Assets und Immobilien. Siehe Inflation.

Allerdings ist der Preisanstieg sowohl bei Verbraucherpreisen/Lebensmitteln als auch bei Immobilien/Mieten jedes Jahr deutlich spürbar gewesen.

Wo bleibt die Inflation der Corona-Hilfen? Für eine abschließende Einschätzung der Corona-Hilfen auf die Inflation ist es noch zu früh, da die genaue Höhe der Subventionen noch nicht feststeht, der Großteil noch gar nicht ausbezahlt wurde und sich eine ungedeckte Ausweitung der Geldmenge erst zeitverzögert und differenziert auf die Preise auswirkt (Cantillon und Ketchup-Effekt).

+++ 50 Milliarden-Corona-Hilfspaket: Aktuelle Auflistung der wichtigsten Corona-Subventionen aus dem mittlerweile 50 Milliarden schweren Hilfspaket, um den Überblick über die Maßnahmen zu behalten:

Kurzarbeit, Härtefallfond, Kredite und Garantien, Steuerstundungen, Fixkostenzuschuss für Unternehmen, AUA/Lufthansa-Subventionen, temporäre USt-Senkung (Gastronomie, Kultur, Bücher und Massenmedien), Investitionsprämie (degressive Abschreibungen), Verlustrücktrag für Unternehmen, Senkung der untersten Stufe der Einkommenssteuer von 25% auf 20% (rückwirkend für 2020), Negativsteuer (100 Euro), Einmalzahlung für Arbeitslose (450 Euro), Einmalzahlungen für Kinder (360 Euro), Erhöhung von Bauern-Pensionen (ca. 450 Euro pro Jahr), Investitionen für Schulen, erneuerbare Energie und den öffentlichen Verkehr.

+++ How is Money Created? Wie wird Geld geschaffen? [Video] Empfehlenswerte, englischsprachige Dokumentation von ColdFusion, die mit einem weit verbreiteten Irrglauben aufräumt. Seit 1971 ist der Dollar nicht mehr durch Gold gedeckt und auch der Euro hatte nie eine Golddeckung, sondern kann von der EZB beliebig – whatever it takes – vermehrt werden.

+++ Zeitpunkt von Corona-Hilfen: Genauso wie bei Pandemie-Maßnahmen ist der richtige Zeitpunkt von Konjunkturpaketen essentiell. Kommen sie zu früh, wäre es so ähnlich als würde man bei einem Auto gleichzeitig bremsen und Gas geben. Kommen sie zu spät, ist der Motor bereits abgestorben.

Bei jeder Maßnahme ist daher zu beachten, ob sie die Wirtschaft und den Konsum ankurbeln helfen, oder ob sie lediglich das wirtschaftliche Risiko auf den Steuerzahler umwälzen, ohne Arbeitsplätze und den Wirtschaftsstandort nachhaltig zu sichern.

Letztendlich geht es um die Transparenz und Gerechtigkeit der Corona-Milliarden-Pakete, damit die größte Geld-Inflationierung seit dem Zweiten Weltkrieg nicht die ungerechteste aller Zeiten wird.

+++ Erste Corona-Bilanz mit Kanzler Kurz [Video]: Michael Fleischhacker stellt dem Bundeskanzler die richtigen und kritischen Fragen zum Shutdown, der Angst-Rhetorik und zur bevorstehenden Milliardenverschuldung.

+++ Coronavirus-Referenzen

[1] Complexity Science Hub Vienna: Intensivbetten-Kapazität reicht noch 14 Tage (12.03.2020)
[2] Complexity Science Hub Vienna: Kapazitäten bei Spitalsbetten
[3] Addendum: Österreich hat 2500 Intensivbetten, davon sind 80% belegt!
[4] Tomas Pueya: Coronavirus: Warum du jetzt handeln musst!
[5] Tomas Pueya: Coronavirus: Der Hammer und der Tanz [Deutsche Fassung]
[6] Washington Post: Outbreak-Computersimulation und wie man die Kurve abflachen kann
[7] Johns Hopkins: Coronavirus COVID-19 Tracker
[8] Wikipedia: COVID-19 Fallzahlen, Ausbreitung und Todesrate in Österreich
[9] Studie zu Hydroxychloroquine und Azithromycin als mögliches Medikament gegen COVID-19
[10] Roland Alton: Corona: Ohne Stichproben tappen wir im Dunkeln
[11] Dr. Gunter Frank: Wenn der Elefant aus Angst vor der Katze die Klippe hinunterspringt
[12] Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin: COVID-19: Wo ist die Evidenz?
[13] Gesundheitsministerium: Amtliches Dashboard COVID19
[14] 3Blue1Brown: Simulating an epidemic (Video)
[15] maiLab: Corona geht gerade erst los (Video)
[16] SORA: Erste repräsentative Stichprobe [Dunkelziffer vielleicht 3x größer, Ergebnis aber nicht belastbar]
[17] Dr. Ioannidis: Antikörper-Studie Santa Clara, Kalifornien (Video)
[18] Financial Times: Coronavirus-Statistiken
[19] CSH: Corona-Ampel Österreich
[20] ECDC: Offizielle COVID-19-Zahlen der Europäischen Union und UK

» Ältere Ticker-Updates

News

[Subventionen] Österreich in der Corona-Krise: Kapitel 8 — Das Budget
2020-07-06 Agenda Austria

[Bundesheer] [Reform] Bundesheer schränkt militärische Aufgaben massiv ein
2020-07-06 Der Standard

[Subventionen] Großes Sommerfinale im Nationalrat bringt weitere Corona-Hilfen
2020-07-05 Der Standard

[Bitcoin] Gespanntes Warten auf den nächsten Bitcoin-Hype
2020-07-04 Futurezone

[EZB] Lagarde: Streit mit Karlsruhe über EZB-Anleihekäufe beigelegt
2020-07-04 Der Standard

[Inflation] [Video] Kollabiert der Euro 2020?
2020-07-01 Investment Punk

[Subventionen] E-Auto-Förderung steigt von 3.000 auf 5.000 Euro
2020-06-29 Die Presse

[Subventionen] [Missbrauch] Finanzpolizei deckt Missbrauch bei Kurzarbeit auf
2020-06-29 Die Presse

[Inflation] [Video] Wann kommt die große Inflation? (Zentralbankgeld und Quantitätstheorie)
2020-06-27 Prof. Dr. Christian Rieck

[Inflation] Notenbanken weltweit schaffen so viel Geld wie nie zuvor. Wo bleibt die Inflation?
2020-06-27 Der Standard

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Schuldenstände der letzten Jahre

ESVG 2010
JahrStaatsschulden 4. Quartal% BIP
2019EUR280.426.000.00070,4%
2018EUR285.267.000.00074,0%
2017EUR289.879.000.00078,3%
2016EUR296.256.000.00082,9%
2015EUR292.265.000.00084,9%
2014EUR280.001.000.00084,0%
2013EUR263.229.000.00081,3%
2012EUR261.041.000.00081,9%
2011EUR255.684.000.00082,4%
2010EUR244.697.000.00082,7%
2009EUR230.015.000.00079,9%
2008EUR201.810.000.00068,7%
2007EUR184.675.000.00065,0%
2006EUR180.270.000.00067,3%
2005EUR174.403.000.00068,6%
2004EUR157.985.000.00065,2%
2003EUR152.688.000.00065,9%
2002EUR151.296.000.00066,7%
2001EUR147.154.000.00066,7%
2000EUR141.246.000.00066,1%
1995EUR120.660.000.00068,3%
1990EUR76.518.000.00056,2%
1980EUR27.002.000.00035,3%
1970**EUR3.421.000.00012,5%
** Finanzschuld des Bundes 1970

Hinweis: Nachträgliche Änderung der Zahlen aufgrund von Korrekturen oder methodischer Neuberechnung der Staatsschulden und des BIP möglich. Es handelt sich hierbei um eine Momentaufnahme der offiziell veröffentlichten Daten. Zum Vergleich nach ESVG 1995.

Quelle

Österreichische Nationalbank
* Prognose der minimalen Gesamtverschuldung (Bund, Länder, Gemeinden, Versicherungsträger) basierend auf den gemäß Maastricht gemeldeten Kennzahlen. Ausgelagerte Schulden (ÖBB, ASFINAG, BIG, HETA/KA Finanz etc.) aber exklusive Haftungen (Landeshaftungen, Rettungsschirme, ESM etc.) sollten laut ESVG 2010 großteils berücksichtigt sein. Stand: März 2020

Impressum

Medieninhaber: DI Viktor Krammer 1070 Wien
Grundlegende Richtung: Information über die Budgetpolitik der Republik Österreich

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