Staatsschulden Österreich
.116
EUR
.732
Tausend
.908
Millionen
374
Milliarden

Die Verschuldung der Republik Österreich beträgt per 29.05.2024 0:55 insgesamt* EUR 374.908.732.116

Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung je Staatsbürger von EUR 50.652

bzw. aufgeteilt auf alle Erwerbstätigen, je Erwerbstätigen EUR 84.460

Dieser Kredit kostet den Staat jährlich Zinsen von EUR 6.155.704.499

bzw. je Bürger (je Erwerbstätigen) jährlich EUR 832 (1.387)

Staatsschulden Ticker

+++ Verschuldung der Bundesländer: Das Bundesländer-Ranking wurde mit den Daten von 2023 aktualisiert. In Wien ist der offiziell gemeldete Schuldenstand wieder über 10 Milliarden Euro gestiegen, zuletzt war das 2021 der Fall, der Schuldenstand von 2021 wurde aber retrospektiv leicht nach unter korrigiert. Vorarlberg und Oberösterreich haben die Schulden letztes Jahr sogar abbauen können.

+++ Klimabonus wird für höhere Einkommen einkommensteuer-pflichtig: Besser-Verdiener müssen den Klimabonus in Zukunft versteuern, obwohl sie bereits höhere CO2-Steuern zahlen, wenn sie mehr konsumieren. Bereits heuer gilt, wer ein Brutto-Monatsgehalt über 6600 Euro im Monat hat, muss den Klimabonus als Einkommen versteuern mit dem aktuellen Einkommensteuersatz. Das soll automatisch mit der Jahresveranlagung erfolgen. Die Befürchtung ist, dass diese Grenze in Zukunft immer weiter sinken wird bzw. durch die Inflation immer mehr Menschen in diese Klasse fallen, obwohl der Wohlstand nicht wirklich steigt. Damit wird die CO2-Steuer für eine schleichende Steuererhöhung missbraucht, was nicht der Sinn dieser Steuer war.

+++ Was ist der Cantillon-Effekt?: Der Cantillon-Effekt beschreibt ein ökonomisches Phänomen, bei dem sich eine Erhöhung der Geldmenge (Inflation) nicht automatisch und gleichmäßig auf alle Bereiche einer Volkswirtschaft verteilt, sondern Sektoren, die näher an der Geldschöpfung sind (wie Banken, staatsnahe Firmen und politisch begünstigte Gruppen durch Subventionen und nicht zuletzt der Staat), stärker von der Inflation profitieren als andere Teile der Wirtschaft, wie Privathaushalte und KMUs, die erst später oder gar nicht davon profitieren.

Das ist deswegen der Fall, da diejenigen, die das neu geschöpfte Geld (Staatsschulden, Kredite) zuerst erhalten, Güter und Dienstleistungen noch zu aktuellen (niedrigeren) Preisen kaufen können, bevor die (Peis-)Inflation einsetzt. Quantitätstheorie. Eine höhere nicht durch Wachstum gedeckte Geldmenge führt langfristig zu steigenden Preisen.

Diejenigen, die das neu gedruckte Geld später oder gar nicht erhalten, müssen höhere Preise zahlen, ohne einen Vorteil aus der Geldschöpfung gezogen zu haben. Löhne hinken der Inflation immer hinterher.

Das ist vereinfacht gesagt der Cantillon-Effekt, der nach dem irisch-französischen Ökonomen Richard Cantillon (1680–1734) benannt ist.

+++ Produktivitätskrise in der EU: Die USA und China ziehen der EU (und Österreich) wirtschaftlich davon: Lieferkettengesetz, AI Act, DSGVO, DSA, MiCA, ESG-Ratings. Die EU ist Weltmeister im Regulieren, verliert aber wirtschaftlich immer mehr den Anschluss zu den USA und China. Produktivitätskrise in der EU.

Während der Wohlstand in den USA in den letzten 10 Jahren trotz Krisen zugelegt hat, stagniert dieser in der EU eher.

Was könnten mögliche Gründe abseits der Kriegswirtschaft sein? Energiekrise, hohe Arbeits- und Energiekosten, Überregulierung, Bürokratie, Fehlen von Risikokapital, demographischer Wandel, geringere Bereitschaft zum Unternehmertum?

Was müsste die EU unternehmen, um europäische Unternehmen wettbewerbsfähiger zu machen?

+++ Staatsschulden USA: Pro-Kopf-Schulden in den USA haben die psychologische Marke von 100.000 Dollar pro Einwohner überschritten (123% des BIP).

In Österreich sind es in etwa die Hälfte pro Staatsbürger (50 Tausend Euro). Pro Einwohner sind es 41 Tausend Euro bzw. 44 Tausend Dollar pro Kopf (76% des BIP).

Die USA genießen im Moment noch den Leitwährungsvorteil des Dollars, d.h. sie können Schulden gegen Waren und Dienstleistungen einfacher exportieren, da viele Länder US-Dollar halten. Dieser Vorteil könnte aber in Zukunft geringer werden, sollten sich China und weitere BRICS-Länder wegen politischen Risiken, Sanktionen und den hohen Schulden vom US-Dollar abwenden.

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Schuldenstände der letzten Jahre

ESVG 2010
JahrStaatsschulden 4. Quartal% BIP
2023EUR371.143.000.00077,8%
2022EUR350.693.000.00078,4%
2021EUR334.284.000.00082,5%
2020EUR315.939.000.00082,9%
2019EUR280.540.000.00070,6%
2018EUR285.422.000.00074,1%
2017EUR289.951.000.00078,5%
2016EUR296.244.000.00082,8%
2015EUR292.265.000.00084,9%
2014EUR280.001.000.00084,0%
2013EUR263.229.000.00081,3%
2012EUR261.041.000.00081,9%
2011EUR255.684.000.00082,4%
2010EUR244.697.000.00082,7%
2009EUR230.015.000.00079,9%
2008EUR201.810.000.00068,7%
2007EUR184.675.000.00065,0%
2006EUR180.270.000.00067,3%
2005EUR174.403.000.00068,6%
2004EUR157.985.000.00065,2%
2003EUR152.688.000.00065,9%
2002EUR151.296.000.00066,7%
2001EUR147.154.000.00066,7%
2000EUR141.246.000.00066,1%
1995EUR120.660.000.00068,3%
1990EUR76.518.000.00056,2%
1980EUR27.002.000.00035,3%
1970**EUR3.421.000.00012,5%
** Finanzschuld des Bundes 1970

Hinweis: Nachträgliche Änderung der Zahlen aufgrund von Korrekturen oder methodischer Neuberechnung der Staatsschulden und des BIP möglich. Es handelt sich hierbei um eine Momentaufnahme der offiziell veröffentlichten Daten. Zum Vergleich nach ESVG 1995.

Quelle

Österreichische Nationalbank
* Prognose der minimalen Gesamtverschuldung (Bund, Länder, Gemeinden, Versicherungsträger) basierend auf den gemäß Maastricht gemeldeten Kennzahlen. Ausgelagerte Schulden (ÖBB, ASFINAG, BIG, HETA/KA Finanz etc.) aber exklusive Haftungen (Landeshaftungen, Rettungsschirme, ESM etc.) sollten laut ESVG 2010 großteils berücksichtigt sein. Stand: März 2024

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Medieninhaber: DI Viktor Krammer 1070 Wien
Grundlegende Richtung: Information über die Budgetpolitik der Republik Österreich

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