Staatsschulden Österreich
.576
EUR
.314
Tausend
.905
Millionen
335
Milliarden

Die Verschuldung der Republik Österreich beträgt per 17.01.2022 4:51 insgesamt* EUR 335.905.314.576

Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung je Staatsbürger von EUR 45.383

bzw. aufgeteilt auf alle Erwerbstätigen, je Erwerbstätigen EUR 77.670

Dieser Kredit kostet den Staat jährlich Zinsen von EUR 4.508.627.648

bzw. je Bürger (je Erwerbstätigen) jährlich EUR 609 (1.043)

CORONAVIRUS-SHUTDOWN

+++ Mögliche Wiedereinführung der Haltefirst (Spekulationsdauer) bei Aktien: Wir begrüßen den Vorstoß von Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) die Haltefrist für Wertpapiere zu senken.

Derzeit gilt für Aktien und bald auch für Kryptowährungen (rückwirkend ab dem Stichdatum 01.03.2021) eine unendlich lange Spekulationsfrist, d.h. unabhängig wie lange man Wertpapiere hält, muss man auf nominelle Kursgewinne eine Steuer zahlen, auch wenn es in der Zwischenzeit zu einer hohen Inflation kommt, die die Gewinne wieder auffrisst.

Genauso wie beim Sparbuch wird bei der Kapitalertragsteuer (KESt) nämlich die Preisinflation (Kaufkraftverlust) nicht berücksichtigt.

Die Wiedereinführung der Spekulationsfrist von einem 1 Jahr (2012 abgeschafft) würde allen Menschen in Österreich zu Gute kommen, die ihr Erspartes vor Inflation schützen möchten und eine langfristige Investition in Unternehmen und Krypto-Assets anstreben. Gerade in Zeiten hoher Inflation wäre das eine wichtige Maßnahme, damit sich auch junge Menschen wieder etwas aufbauen können.

+++ Höchste Inflation seit 29 Jahren [Video]: Prof. Rieck analysiert in diesem empfehlenswerten Video die derzeitig hohe Inflation, unterschätzt aber so wie viele Analysten die jährliche Inflation von "2%", die es auch schon vor Corona gab.

Die Inflation war nie weg. Der Staat gibt seit Jahrzehnten jedes Jahr mehr aus als er einnimmt (auch vor Corona schon).

Selbst eine 2%-tige Inflation bewirkt auf lange Sicht eine exponentielle Entwicklung und führt langfristig zur totalen Entwertung des Geldes. Die jetzigen ungedeckten Corona-Subventionen verstärken diesen Effekt zusätzlich und machen das Problem sichtbar. Staatsschulden und Inflation im Auge behalten.

+++ Große Rücktrittswelle in der österreichischen Regierung, auch Finanzminister Blümel tritt zurück: Diesmal keine epidemiologische, sondern eine politische Welle. Fast alle ÖVP-Minister treten 8 Wochen nach dem ersten Rücktritt von Sebastian Kurz im Zuge der Inseraten- und Chat-Affäre zurück, auch Kurzzeit-Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) und Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP).

Neuer Finanzminister könnte Magnus Brunner (ÖVP) werden, bisher Staatssekretär im Bundesministerium für Klimaschutz und Vorstand der Abwicklungsstelle für Ökostrom.

+++ Sind Negativ-Zinsen illegal? Wegweisendes Urteil in Deutschland: Ein deutsches Gericht verbietet erstmals einer Bank, Negativzinsen (euphemistisch "Verwahrungsentgelt" genannt) einzuheben. In Österreich sind Privatkunden durch ein OGH-Urteil geschützt. Aber es wäre falsch, die alleinige Schuld den Banken zu geben, denn die Negativ-Zinsen sind eine Konsequenz der umstrittenen Null- und Negativ-Zins-Politik der EZB, die erhebliche Verwerfungen im Kapitalmarkt erzeugt, um die Zinsen auf Staatsschulden gering zu halten. Faktenblatt der Verbraucherzentrale Sachsen.

+++ Neue Besteuerung von Bitcoin und Kryptowährungen geplant: Die Regierung plant die bisher gültige Haltefrist-Regelung von einem Jahr zu streichen und realisierte Gewinne ähnlich wie bei Aktien und Fonds mit dem KESt-Sondersteuersatz von 27,5% zu besteuern, unabhängig davon wie lange man sie hält und wie hoch die Inflation ist.

Die Regelung soll rückwirkend (!) mit Stichtag 28. Februar 2021 gelten, d.h. alle Krypto-Assets, die ab März 2021 angeschafft wurden, würden bereits unter die neue Besteuerung fallen. Altbestände vor März 2021 wären ausgenommen.

Als krypto-freundlich und praktikabel wird die neue Krypto-2-Krytpo-Regelung aufgenommen, die vorsieht, dass ein Tausch zwischen Kryptowährungen nicht mehr unmittelbar steuerpflichtig ist, sondern erst, wenn wieder in Euro (oder Güter) gewechselt wird.

Experten aus der österreichischen Krypto-Branche wie Natalie Enzinger und Florian Wimmer sehen diesen Schritt durchaus positiv, da damit auch mehr Klarheit geschaffen wird.

Auf Kritik stößt die rückwirkende Besteuerung und dass laut Regierungsprogramm eigentlich geplant war, die Haltefrist auch bei Aktien und Wertpapieren wieder einzuführen, um einen Vermögensaufbau auch in Zeiten hoher bis sehr hoher Inflation zu ermöglichen. Inflation und Staatsschulden im Auge behalten.

+++ Coronavirus-Referenzen

[1] Complexity Science Hub Vienna: Intensivbetten-Kapazität reicht noch 14 Tage (12.03.2020)
[2] Complexity Science Hub Vienna: Kapazitäten bei Spitalsbetten
[3] Addendum: Österreich hat 2500 Intensivbetten, davon sind 80% belegt!
[4] Tomas Pueya: Coronavirus: Warum du jetzt handeln musst!
[5] Tomas Pueya: Coronavirus: Der Hammer und der Tanz [Deutsche Fassung]
[6] Washington Post: Outbreak-Computersimulation und wie man die Kurve abflachen kann
[7] Johns Hopkins: Coronavirus COVID-19 Tracker
[8] Wikipedia: COVID-19 Fallzahlen, Ausbreitung und Todesrate in Österreich
[9] Studie zu Hydroxychloroquine und Azithromycin als mögliches Medikament gegen COVID-19
(Hydroxychlorequine hat sich als unwirksam gegen COVID herausgestellt)
[10] Roland Alton: Corona: Ohne Stichproben tappen wir im Dunkeln
[11] Dr. Gunter Frank: Wenn der Elefant aus Angst vor der Katze die Klippe hinunterspringt
[12] Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin: COVID-19: Wo ist die Evidenz?
[13] AGES: Amtliches Dashboard COVID19
[14] 3Blue1Brown: Simulating an epidemic (Video)
[15] maiLab: Corona geht gerade erst los (Video)
[16] SORA: Erste repräsentative Stichprobe [Dunkelziffer vielleicht 3x größer, Ergebnis aber nicht belastbar]
[17] Dr. Ioannidis: Antikörper-Studie Santa Clara, Kalifornien (Video)
[18] Financial Times: Coronavirus-Statistiken (Übersterblichkeit)
[19] CSH: Corona-Ampel Österreich
[20] ECDC: Offizielle COVID-19-Zahlen der Europäischen Union und UK
[21] Offizielle Corona-Ampel der Bundesregierung
[22] Dashboard zur Corona-Schutzimpfung in Österreich

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Schuldenstände der letzten Jahre

ESVG 2010
JahrStaatsschulden 4. Quartal% BIP
2021EUR335.045.000.00082,8%
2020EUR315.664.000.00083,2%
2019EUR280.500.000.00070,6%
2018EUR285.387.000.00074,0%
2017EUR289.951.000.00078,5%
2016EUR296.244.000.00082,8%
2015EUR292.265.000.00084,9%
2014EUR280.001.000.00084,0%
2013EUR263.229.000.00081,3%
2012EUR261.041.000.00081,9%
2011EUR255.684.000.00082,4%
2010EUR244.697.000.00082,7%
2009EUR230.015.000.00079,9%
2008EUR201.810.000.00068,7%
2007EUR184.675.000.00065,0%
2006EUR180.270.000.00067,3%
2005EUR174.403.000.00068,6%
2004EUR157.985.000.00065,2%
2003EUR152.688.000.00065,9%
2002EUR151.296.000.00066,7%
2001EUR147.154.000.00066,7%
2000EUR141.246.000.00066,1%
1995EUR120.660.000.00068,3%
1990EUR76.518.000.00056,2%
1980EUR27.002.000.00035,3%
1970**EUR3.421.000.00012,5%
** Finanzschuld des Bundes 1970

Hinweis: Nachträgliche Änderung der Zahlen aufgrund von Korrekturen oder methodischer Neuberechnung der Staatsschulden und des BIP möglich. Es handelt sich hierbei um eine Momentaufnahme der offiziell veröffentlichten Daten. Zum Vergleich nach ESVG 1995.

Quelle

Österreichische Nationalbank
* Prognose der minimalen Gesamtverschuldung (Bund, Länder, Gemeinden, Versicherungsträger) basierend auf den gemäß Maastricht gemeldeten Kennzahlen. Ausgelagerte Schulden (ÖBB, ASFINAG, BIG, HETA/KA Finanz etc.) aber exklusive Haftungen (Landeshaftungen, Rettungsschirme, ESM etc.) sollten laut ESVG 2010 großteils berücksichtigt sein. Stand: Dezember 2021

Impressum

Medieninhaber: DI Viktor Krammer 1070 Wien
Grundlegende Richtung: Information über die Budgetpolitik der Republik Österreich

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