Staatsschulden Österreich
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EUR
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Tausend
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Millionen
288
Milliarden

Die Verschuldung der Republik Österreich beträgt per 02.06.2020 17:21 insgesamt* EUR 288.645.036.090

Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung je Staatsbürger von EUR 38.898

bzw. aufgeteilt auf alle Erwerbstätigen, je Erwerbstätigen EUR 66.427

Dieser Kredit kostet den Staat jährlich Zinsen von EUR 5.426.598.788

bzw. je Bürger (je Erwerbstätigen) jährlich EUR 731 (1.249)

CORONAVIRUS-SHUTDOWN

+++ 750 Milliarden Corona-Hilfen von der EU — Unklarer Aufteilungsschlüssel. Die EU plant die Eurogeldmenge um 750 Milliarden zu inflationieren und 250 Milliarden als Kredite und 500 Milliarden als Subventionen den Mitgliedsländern für den Wiederaufbau der Wirtschaft zur Verfügung zu stellen, was grundsätzlich für die Abfederung der Krise sinnvoll sein kann.

Allerdings ist der Aufteilungsschlüssel nicht ganz nachvollziehbar. Demnach sollen Italien und Spanien den Löwenanteil an Subventionen bekommen, jeweils 81,8 und 77,3 Milliarden, während Österreich etwa 4 Milliarden erhalten würde. Gemessen an der Bevölkerung (EU27) würden Österreich allerdings 9 Milliarden und, wenn man die Größe der Volkswirtschaften berücksichtigt, sogar 14 Milliarden von den 500 Milliarden Transferzahlungen zustehen.

Sollte ein Solidaritätsbeitrag für wirtschaftlich von der Corona-Krise besonders betroffene Mitgliedsstaaten (die mitunter bereits vor Corona haushoch überschuldet waren) geplant sein, ist ein transparenter und fairer Aufteilungsschlüssel auf alle 27 Mitgliedsstaaten essentiell.

Solidarität innerhalb des Euroraums und der EU kann es nur mit klaren, konsequenten und gerechten fiskal- und geldpolitischen Spielregeln geben.

+++ Inflation 2020: Wird unser Geld komplett wertlos? [Video] Sachliche Analyse ohne permanent schwarz zu malen. Der Investment Punk Gerald Hörhan sieht derzeit keine Anzeichen für eine Hyperinflation im Euroraum, eher eine Gefahr einer stärkeren Euro-Inflation, wenn das Schuldenmachen unbegrenzt (koste es, was es wolle) weiterläuft. Grundsätzlich ist es sinnvoll, Krisen kurzfristig geldpolitisch abzumildern, falls dies in einer transparenten, fairen und ausbalancierten Art und Weise geschieht.

+++ Wie berechnet man Verbraucherpreise während einem Shutdown? Die Statistik Austria musste bei den März-VPI-Zahlen improvisieren. Die offizielle Preisinflation lag bei 1,6%, die Geldinflation (Ausweitung der Geldmenge) bei 6% (M3-Inflation Österreichanteil, März 2020), wobei die Coronahilfen (koste es, was es wolle) bei den März-Zahlen noch gar nicht berücksichtigt sind.

+++ Druckt die EZB "Falschgeld" nach dem Karlsruher Verfassungsurteil? Ausgewogene sachliche Analyse zu den EZB-Anleihenkäufen, die in Deutschland als teilweise verfassungswidrig eingestuft wurden, von Dr. Christian Rieck im diesem Video.

+++ Welche Branchen trifft die Krise am stärksten? Diese Grafik der Agenda Austria zeigt, welche Branche wie stark von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit betroffen ist. Am stärksten hat die Corona-Krise die Sektoren Hotels, Gastronomie, Unterhaltung, Bau und den Handel getroffen, am wenigsten Banken und Versicherungen und den öffentlichen Sektor.

+++ Coronavirus-Referenzen

[1] Complexity Science Hub Vienna: Intensivbetten-Kapazität reicht noch 14 Tage (12.03.2020)
[2] Complexity Science Hub Vienna: Kapazitäten bei Spitalsbetten
[3] Addendum: Österreich hat 2500 Intensivbetten, davon sind 80% belegt!
[4] Tomas Pueya: Coronavirus: Warum du jetzt handeln musst!
[5] Tomas Pueya: Coronavirus: Der Hammer und der Tanz [Deutsche Fassung]
[6] Washington Post: Outbreak-Computersimulation und wie man die Kurve abflachen kann
[7] Johns Hopkins: Coronavirus COVID-19 Tracker
[8] Wikipedia: COVID-19 Fallzahlen, Ausbreitung und Todesrate in Österreich
[9] Studie zu Hydroxychloroquine und Azithromycin als mögliches Medikament gegen COVID-19
[10] Roland Alton: Corona: Ohne Stichproben tappen wir im Dunkeln
[11] Dr. Gunter Frank: Wenn der Elefant aus Angst vor der Katze die Klippe hinunterspringt
[12] Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin: COVID-19: Wo ist die Evidenz?
[13] Gesundheitsministerium: Amtliches Dashboard COVID19
[14] 3Blue1Brown: Simulating an epidemic (Video)
[15] maiLab: Corona geht gerade erst los (Video)
[16] SORA: Erste repräsentative Stichprobe [Dunkelziffer vielleicht 3x größer, Ergebnis aber nicht belastbar]
[17] Dr. Ioannidis: Antikörper-Studie Santa Clara, Kalifornien (Video)
[18] Financial Times: Coronavirus-Statistiken
[19] CSH: Corona-Ampel Österreich

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News

[Coronavirus] [Shutdown] [Faktencheck] Wurden die richtigen Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt gesetzt? Offener Brief von Martin Sprenger an Niki Popper, Herwig Ostermann und Rudolf Anschober
2020-06-01 Addendum

[Ibiza] [Korruptionsverdacht] Strache an Spender: "Welches Gesetz wäre für dich wichtig?"
2020-05-31 Der Standard

[Budget 2020] Koste es, was keiner weiß
2020-05-29 Die Presse

[Budget 2020] Budget-Blamage: Kein Respekt vor dem Gesetzgeber
2020-05-29 Der Standard

[Finanzkrise 2008] Österreich steckte fünf Milliarden in ehemalige Kommunalkredit
2020-05-29 Der Standard

[EU-Wiederaufbaufond] Wer wie viel vom EU-Wiederaufbaufonds bekommen soll
2020-05-28 Der Standard

[Budget 2020] Budgetblamage im Nationalrat wegen fehlender "Millionen"
2020-05-28 Der Standard

[Subventionen] Härtefallfonds wird deutlich erhöht, Teilzeitgehälter werden aufgebessert
2020-05-27 Der Standard

[EU-Wiederaufbaufond] EU-Coronafonds: Löwenanteil für Italien und Spanien
2020-05-27 Die Presse

[EU-Wideraufbaufond] EU-Kommission plant 750-Milliarden-Euro-Wiederaufbaufonds
2020-05-27 Der Standard

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Schuldenstände der letzten Jahre

ESVG 2010
JahrStaatsschulden 4. Quartal% BIP
2019EUR280.426.000.00070,4%
2018EUR285.267.000.00074,0%
2017EUR289.879.000.00078,3%
2016EUR296.256.000.00082,9%
2015EUR292.265.000.00084,9%
2014EUR280.001.000.00084,0%
2013EUR263.229.000.00081,3%
2012EUR261.041.000.00081,9%
2011EUR255.684.000.00082,4%
2010EUR244.697.000.00082,7%
2009EUR230.015.000.00079,9%
2008EUR201.810.000.00068,7%
2007EUR184.675.000.00065,0%
2006EUR180.270.000.00067,3%
2005EUR174.403.000.00068,6%
2004EUR157.985.000.00065,2%
2003EUR152.688.000.00065,9%
2002EUR151.296.000.00066,7%
2001EUR147.154.000.00066,7%
2000EUR141.246.000.00066,1%
1995EUR120.660.000.00068,3%
1990EUR76.518.000.00056,2%
1980EUR27.002.000.00035,3%
1970**EUR3.421.000.00012,5%
** Finanzschuld des Bundes 1970

Hinweis: Nachträgliche Änderung der Zahlen aufgrund von Korrekturen oder methodischer Neuberechnung der Staatsschulden und des BIP möglich. Es handelt sich hierbei um eine Momentaufnahme der offiziell veröffentlichten Daten. Zum Vergleich nach ESVG 1995.

Quelle

Österreichische Nationalbank
* Prognose der minimalen Gesamtverschuldung (Bund, Länder, Gemeinden, Versicherungsträger) basierend auf den gemäß Maastricht gemeldeten Kennzahlen. Ausgelagerte Schulden (ÖBB, ASFINAG, BIG, HETA/KA Finanz etc.) aber exklusive Haftungen (Landeshaftungen, Rettungsschirme, ESM etc.) sollten laut ESVG 2010 großteils berücksichtigt sein. Stand: März 2020

Impressum

Medieninhaber: DI Viktor Krammer 1070 Wien
Grundlegende Richtung: Information über die Budgetpolitik der Republik Österreich

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